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Blick hinter die Kulissen einer Käsesommelière

Nachgefragt bei Monika Bösch

12. September 2023

Die passionierte Käsesommelière Monika Bösch teilt mit Begeisterung Wissen, weckt mit Geschichten Emotionen und schafft so ein unvergessliches Genusserlebnis. 2022 hat sie für emmentaler.ch die Geschmacksbeschreibungen zu den verschiedenen Reifegraden verfasst.

ES Monika Boesch c Kurt Reichenbach
Monika Bösch, Käsesommelière (Foto: Kurt Reichenbach – GaultMillau)


Chambrieren vor dem Geniessen

Emmentaler AOP ist weit mehr als nur ein Käse mit Löchern und dem typischen «Emmentaler-Geschmack». Mit seinen verschiedenen Reifegraden bietet er eine grosse Geschmacksvielfalt. Tauchen Sie in die Genusswelt des Emmentaler AOP ein und entdecken Sie die vielfältigen Geschmacksrichtungen und Genusskombinationen.

Wann haben Sie sich das letzte Mal bewusst Zeit genommen, ihn zu degustieren? Vor uns liegt ein Stück Emmentaler AOP Surchoix, acht Monate gereift und frisch aus dem Kühlschrank. Damit der Käse sein Aroma perfekt entfalten kann, braucht es etwas Geduld. Übrigens: Das Chambrieren, also den Käse auf Zimmertemperatur bringen, gilt für alle Käsesorten.

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Ganzheitliches Genusserlebnis mit Emmentaler AOP

Beim Anblick des Emmentaler AOP fallen sofort die typischen, kirschgrossen Löcher ins Auge – das Markenzeichen des Käses, der als Inbegriff der Schweizer Käsetradition gilt. Betrachtet man den elfenbeinfarbenen Käseteig genauer, erkennt man in den Käselöchern winzige weisse Kristalle. Der charakteristische Käseduft steigt in die Nase, und unsere 30 Millionen Riechzellen beginnen zu arbeiten. Unser Gehirn sucht in seinen Archiven nach passenden Beschreibungen. Wonach duftet der Surchoix?

Beim ersten Gedanken erinnert er an süss-säuerlichen Naturjoghurt. Zur Rinde hin mischen sich süssliche Noten von gekochter Milch mit einer würzigen Note Erde und Waldrandkräutern. Der erste Biss zergeht mürbe im Mund. Obwohl unsere Zunge nur fünf Geschmacksrichtungen wahrnehmen kann – süss, sauer, salzig, bitter und umami – entfaltet sich nach dem Schlucken im Rachenraum ein wahres Aromenspiel.

Die milde Süsse im Käseherzen erinnert an ein Karamelltäfeli. Richtung Rinde überrascht ein feinherbes Aroma. Charaktervoll gereift, rollt eine angenehm salzige Süsse über den Gaumen und stupst die Geschmacksknospen mit einer dezenten Kräuternote. Wie ein leichter Windstoss, der den milden, erdigen Kräuterduft vom Waldrand herüberweht.

 

Monika Bösch empfiehlt

Der Emmentaler AOP ist nicht nur pur in Würfeln, als Scheiben, gerieben oder geschmolzen ein Genuss. Er lässt sich in den unterschiedlichen Reifegraden vielseitig von klassisch bis ausgefallen-exotisch kombinieren.

Emmentaler AOP Surchoix, 8 Monate – der Mittelreife

Emmentaler AOP Surchoix

Für alle, die es rezent dosiert lieben, verbindet sich die verspielt milde Süsse mit den dezent würzigen
Charakterzügen.

Passt zu: Gerichten, die charaktervolle Würze vertragen, wie ein Risotto mit Pilzen.

Serviert mit: einer Gazosa Himbeere aus dem Tessin.

Die fruchtig, mild süssen Aromen bringen dem würzig aufstrebenden Surchoix die genussvolle Abrundung in seinem Geschmacksprofil.

Emmentaler AOP Bio Mild, 4 Monate – der Biologische

BioJung, erfrischend und natürlich rein biologisch. Schmeckt nach frischer Milch, mild nussig und mit einer leichten Karamellnote, gepaart mit feinwürzigen Aromen von jungem Gras.

Passt zu: knackigen Salaten mit frischen Äpfeln, Rotkohl und Baumnüssen, verfeinert mit einem leichten Dressing aus Zitronensaft und Olivenöl.

Serviert mit: einem kühlen Schmuser (Mischgetränk aus Wein und Bier)

Die köstliche Fusion von Wein und Bier nimmt den Käse mit der prickelnden Süsse und der ausbalancierten Hopfennote erfrischend mit.

Emmentaler AOP Höhlengereift, 12 Monate – der Geheimnisvolle

HoehlengereiftFrisch und mild, streichen die feinwürzigen, grünen Aromen um die Nase wie das Rauschen der Tannen neben dem Eingang zum Felsenkeller. Die dezente Süsse vermischt sich mit den würzig herben Aromen. Ab und an knirscht ein feiner Salzkristall unter den Zähnen. Volles Aroma mit geschliffener Schärfe und facettenreichem Geschmackserlebnis.

Passt «höhlich» zu: einem saftigen Rindsburger im Urdinkelbrötchen mit frischen Tomaten und Maggiapfeffer.

Serviert mit: einem El Tony Mate aus Luzern.

Der süssliche Antrunk mit den fein bitter-herben Noten im Abgang begleiten den markanten Naturkäse perfekt, ohne dabei im Schatten zu stehen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Monika Bösch.

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